Neue Ergebnisse der Frauenbiographie- Forschung

10. Juni 2002, 18:00
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Dr. MSSc. Elke Mühlleitner (Giessen): "Leben-Schreiben"

Die klassische Geschichtswissenschaft hat die biografische Forschung lange Zeit abgewertet. Die Biografie verlangt nach einem Freiraum für immer wieder neue literarische und historische Versuche, Biografien haben den unbesetzten Raum zwischen Wissenschaft und Kunst bezogen und von beiden Disziplinen die Anregungen genutzt. Der modernen Biografik geht es nicht mehr um die endgültige Aussage, sie hält Unsicherheiten und Vorläufiges aus. Die Reflexion der eigenen Lebensgeschichte, die in der Biografie eingeschrieben steht, erfolgt bewusst. Das Historische und Fremde liegt nicht mehr abgeschlossen zurück, sondern erhält eine neue Dimension für das Gegenwärtige und Eigene. Ausgehend von ihrer Beschäftigung mit Lebensläufen seit über zehn Jahren, wird Elke Mühlleitner aus der Werkstatt einer Biografin berichten.

Elke Mühlleitner: Psychologin und Sozialwissenschaftlerin; schreibt derzeit eine Biografie über den Psychoanalytiker Otto Fenichel; Autorin des "Biografischen Lexikons der Psychoanalyse", Tübingen 1992; Mitherausgeberin von "Otto Fenichel: 119 Rundbriefe", Frankfurt/M. 1998

Konzept und Koordination: Dr. Ilse Korotin / AG biografiA - Datenbank und Lexikon österreichischer Frauen (red)

Montag, 10. Juni 2002, 18.30 Uhr

biografiA
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