Französische Partner

7. Juni 2002, 19:42
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Drastische wirtschaftliche Veränderungen auf dem Kunstmarkt

Die wirtschaftlichen Veränderungen auf dem französischen Kunstmarkt nach der Marktöffnung werden immer drastischer. Der neueste Zusammenschluss der finanzstarken Gruppe Artcurial-Briest (hinter der die Gruppe des Luftfahrtproduzenten Dassault und der monegassische Grossbauunternehmer Pastor stehen) mit der drittstärksten Pariser Kanzlei von Hervé Poulain und Remy Le Fur ist dementsprechend ein Ereignis.

Die neuen Partner rechnen für das laufende Jahr mit einem Umsatz von 60 bis 70 Millionen Euro und beanspruchen den zweiten Platz in der französischen Versteigerer-Reihung. Zum Knalleffekt wurde die Bekanntgabe der Partnerschaft, weil Poulain-Le Fur seit 1999 mehrmals Sotheby's halfen, das französische Monopol zu umgehen und eine Partnerschaft mit dem US-Auktionshaus die logische Folge gewesen wäre. Alfred Taubmans (seit Monaten erwartete) Ankündigung, nach seiner Verurteilung wegen illegaler Absprachen in den USA seine Sotheby's -Aktienbeteiligung abzustossen, trug sicher zur franko-französischen Partnerschaft von Poulain-Le Fur und Artcurial-Briest bei. (ogw/DER STANDARD, Printausgabe,Album, 8.6.2002)

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