KaZaA-User teilen oft auch persönliche Dateien

7. Juni 2002, 19:07
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Studie bestätigt gravierende Sicherheitsmängel

Die Mehrheit der Anwender der File-Sharing-Software KaZaA teilt ohne ihr Wissen auch persönliche Dateien wie E-Mails oder Word-Dokumente mit der Tauschbörsen-Community. Diesen schwerwiegenden Sicherheitsmangel bestätigt eine aktuelle Studie des Computerexperten Nathaniel S. Good von Hewlett-Packard und Aaron Krekelberg von der Universität von Minnesota, berichtet das Branchenportal Cnet.

Unachtsam

Die Mehrheit der User weiß gar nicht, welche Daten sie mit der KaZaA-Community teilt und welche nicht. Viele dachten sogar, gar keine Dateien mit anderen Usern zu teilen. Tatsächlich erlaubte aber ein Großteil der User den anderen Online-Tauschern Zugriff auf alle Dateien auf der Festplatte. Die beiden Wissenschaftler suchten vor allem nach Microsoft Outlook Express Dateien, die üblicherweise nicht mit der Cyberwelt geteilt werden. Von 443 Fällen, in denen ungewollt Daten geteilt wurden, waren 156 E-Mail-Dateien. Neun weitere User ermöglichten freien Zugang auf den Browser-Cache und die Cookies, fünf auf Textverarbeitungsprogramme wie Word und zwei sogar auf Finanzdaten. Außerdem wurden Dummy-Files mit Bezeichnungen wie Kreditkarten-Ordner kreiert. Das Kreditkartendummy wurde in der 24-stündigen Testphase viermal von der Festplatte geladen. (pte)

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