Lustwandeln neben "La Mur"

7. Juni 2002, 20:03
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Eine vorerst 820 Meter lange Flusspromenade wird in Graz eröffnet

Graz - Von einem verschmutzten, von den Grazern weitgehend ignorierten Fluss hat sich die Mur in den letzten Jahren zu einem mit zahlreichen Fischarten bevölkerten Gewässer mit Trinkwasserqualität herausgeputzt. Seit Freitag darf die Mur wegen "guter Führung" nun auch ganztägig mit vielen Besuchern rechnen: Eine vorerst 820 Meter lange, noch ausbaufähige Flusspromenade am östlichen Mur-Ufer wurde von SP-Bürgermeister Alfred Stingl unter der Hauptbrücke im Zentrum der Stadt eröffnet.

Im Dezember des Vorjahres wurde mit dem Bau des Spazierweges, der rund eineinhalb Meter breit ist, begonnen. Ab sofort kann man in lauen Sommernächten auf einer von 21 hochwassersicheren Betonsitzbänken dem Murmeln des Grazer Hausflusses lauschen. Wem das nicht romantisch genug ist, der kann sich auch am Schein der insektenfreundlichen Beleuchtungskörper erfreuen. Diese sollen auch die bisher wenig beachteten gründerzeitlichen Naturstein-Kaimauern in ein neues Licht rücken. Flussbausteine sollen Überschwemmungsgefahren vermindern.

Die Promenade ist über fünf Zugänge erreichbar. Nördlich des Edegger-Stegs, wo bald die Designer-Insel des New Yorkers Vito Acconci in den Grazer Hausfluss gepflanzt wird, befinden sich ein Aufzug und eine WC-Anlage. Das neue Naherholungsgebiet der Grazer kostete rund 1,5 Millionen Euro. (cms, DER STANDARD, Printausgabe 8./9. 6.2002)

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