Schlechtes Omen für Johannesburg-Gipfel

7. Juni 2002, 21:59
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Vorbereitendes Treffen in balinesischem Ferienort Nusa Dua gescheitert

Nusa Dua/Hamburg - Die Vorbereitungen für den UNO-Umweltgipfel in Johannesburg sind am Freitag ergebnislos beendet worden. Das Treffen sei am mangelnden Einigungswillen der Delegierten gescheitert, sagte der Leiter der Gespräche auf der indonesischen Insel Bali, Emil Salim. Zwar hätten sich die Teilnehmer auf wichtige Punkte eines Aktionsprogramms verständigt, das auf dem Mammut-Gipfel im August verabschiedet werden soll. Doch seien die rund 3000 Delegierten aus 173 Staaten vor allem bei Finanzierungs- und Handelsfragen zerstritten geblieben, wie die UNO mitteilte.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace äußerte sich enttäuscht. Vor allem die USA hätten den "Bemühungen um eine solidarische Zukunft der Menschheit einen schweren Schlag versetzt". Gemeinsam mit Australien und Kanada habe das Land die Vorbereitungen sabotiert, hieß es in einer in Hamburg veröffentlichten Erklärung.

Auf dem zweiten Umweltgipfel in Johannesburg, der in der Nachfolge des "Earth Summit" von Rio de Janeiro vor zehn Jahren steht, wollen die teilnehmenden Staaten unter anderem vereinbaren, innerhalb von acht Jahren mindestens 15 Prozent der weltweit verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Nach den Worten des Vorsitzenden des UNO-Entwicklungsprogramms (UNDP), Klaus Töpfer, ist seit dem Gipfel von Rio nur wenig für die Umwelt getan worden.(APA)

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