Erste Bank stuft Pankl auf "neutral" zurück

7. Juni 2002, 16:12
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Motorsportspezialisten stehen magere Zeiten bevor

Wien - Die Erste Bank senkt ihre Gewinnschätzungen für den steirischen Rennsportzulieferer Pankl Racing Systems und reduziert die Empfehlung von "outperform" auf "neutral". Sie begründet dies mit den schwachen Quartalszahlen sowie dem zurückhaltenden Geschäftsausblick des Managements. Die Schätzung für den Gewinn je Aktie für 2001/02 wird von 1,56 auf 1,43 Euro und für 2002/03 von 1,85 auf 1,69 Euro zurückgenommen.

Der Streit über neue Regeln der wichtigsten Rennserien Formel 1 und CART, geschmälerte Rennteam-Budgets, die ungewisse Auswirkung der KirchMedia-Krise, die Verzögerung beim Diesel-Russpartikel- Konverter und ein ambitioniertes Entwicklungsprogramm, all dies würde darauf hinweisen, dass das kurz- und mittelfristige Ertragspotenzial von Pankl eingeschränkt sei.

Opfer des Abschwungs

"Sind die fetten Jahre vorbei?", lautet dementsprechend der Titel der Pankl-Analyse von Erste Bank-Analyst Ralf Burchert. Für ihn ist das Unternehmen ein spätes Opfer des wirtschaftlichen Abschwungs, dem magere Zeiten bevorstehen.

Auch das Pankl-Management weise darauf hin, dass die anvisierten Wachstums- und Ertragszahlen vor einer Korrektur stehen könnten, so Burchert. Mittelfristig, in den nächsten zwei Jahren, sollten Projekte jährlich mit 4 Mill. Euro kostenwirksam werden. Pankl werde unvermeidlich an der Schrumpfung des Rennsportmarktes teilhaben, die in den nächsten Quartalen stattfinden werde. Die Expansion in den USA und in den Flugverkehrsbereich sowie das Wettbewerbsstärke des Unternehmens sollten es dem Unternehmen jedoch ermöglichen trotzdem zu wachsen, wenn auch mit viel geringerem Tempo als vorher. (APA)

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