Lebenserwartung bei Down-Syndrom deutlich gestiegen

9. Juni 2002, 13:00
posten

Ist das fünfte Lebensjahr überstanden, ist die selbe Lebensspanne wie bei anderen Gleichaltrigen zu erwarten

Frankfurt/Main - Menschen mit Down-Syndrom werden heute im statistischen Mittel doppelt so alt wie noch vor 20 Jahren. Die Lebenserwartung stieg in dieser Zeit von 25 auf 49 Jahre, wie die deutsche Apothekenzeitschrift "Gesundheit" berichtet. Das Syndrom, früher auch als Mongolismus bezeichnet, führt wegen einer Chromosomenveränderung zu einer Kombination unterschiedlicher Missbildungen. Zu den Symptomen gehören häufig angeborene Herzfehler, Lungenveränderungen und Darmprobleme.

Die konsequentere und bessere Behandlung dieser Missbildungen, die früher nicht selten schon im Kindesalter zum Tod führten, ist nach Angaben der Experten zusammen mit besseren Lebensumständen der Grund für den erfreulichen Trend. Die äußerlich auffälligen Probleme beim Sehen, Hören oder Sprechen sowie die langsamere geistige Entwicklung beeinflussten die Lebenserwartung nicht. Haben Kinder mit Down-Syndrom das fünfte Lebensjahr hinter sich, können sie dem Blatt zufolge mit der selben Lebensspanne wie andere Gleichaltrige rechnen. An Krebs sterben sie sogar seltener. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.