Umsatzsteigerungen in fast allen Sparten

7. Juni 2002, 14:44
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Grazer Stadtwerke mit Bestjahr 2001 hoch in Kurs

Graz - Die Grazer Stadtwerke AG haben im Geschäftsjahr 2001 laut Vorstandssprecher Direktor Wolfgang Messner mit 14,1 Mill. Euro (2000: 11,9 Mill. Euro) "das beste operative Ergebnis in ihrer 42-jährigen Geschichte eingefahren". Bis auf die Bestattung und den Strombereich hätten alle Sparten ihre Vorjahresumsätze übertroffen. Was die Privatisierung des Energiebereiches betreffe, so sei man mit dem Bestbieter Estag über ein Verhandlungsmandat des Gemeinderates in Gesprächen über einen möglichen Vertragsabschluss getreten, so Messner. Die Privatisierung sollte am 4. Juli den Gemeinderat passieren.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) habe 5, 31 Mill. Euro nach 1,84 Mill. Euro im Jahr 2000 betragen, so Messner. Die Umsatzerlöse haben 212, 37 Mill. Euro nach 207, 41 Mill. Euro betragen. Zum Umsatz haben die Verkehrsbetriebe 37,44 Mill. Euro (2000: 36,52) beigetragen, der Bereich Wasser 20,06 Mill. Euro (19,73) sowie die Bestattung 5,57 Mill. Euro (5,58) und der zentrale Bereich 0,47 Mill. Euro (0,44) beigesteuert. Bei der Bestattung habe es wegen des Marktauftritts des privaten Bestatters Pax leichte Rückgänge gegeben.

Stomumsätze auf 89,36 Millionen Euro gesunken

Die Stromumsätze sanken 2001 wegen niedrigerer Strompreise von 93,14 auf 89,36 Mill. Euro, während es beim Gas zu einem Anstieg von 19,53 auf 23,78 Mill. Euro kam. Die Fernwärmeumsätze stiegen von 32,44 auf 35,67 Mill. Euro.

Die guten Ergebnisse der Profitbereiche würden Messner zu Folge auch die Verluste im Bereich Verkehr von 21,5 Mill. Euro, von 1,7 Mill. Euro bei den Freizeitbetrieben wie den Bädern sowie der Schöckl Seilbahn AG von 0,3 Mill. Euro abdecken. Die Stadt Graz als Eigentümer der Stadtwerke AG erhalte eine Benützungsabgabe in Höhe von 4,7 Mill. Euro, was einer Dividende von über 32 Prozent des Stammkapitals von 14,6 Mill. Euro gleichkomme, meinte Messner.

Zehnjährige Behaltefrist

Was die Gespräche bis Mitte Juni mit der Energie Steiermark Holding AG (Estag) als Bestbieter für den Energiebereich betreffe, so sei die Marschrichtung klar, so Messner und Vorstand Wolfgang Malik: 49 Prozent des Energiebereiches würden abgegeben, durch den Verkaufserlös würden die Non-Profitbereiche gesichert. Ein Vorkaufsrecht in den Verträgen sei ganz normal, so Malik. Laut Messner werde es eine "zehnjährige Behaltefrist" des potenziellen neuen Partners geben. Die rund 350 Mitarbeiter, die dann in die neu zu gründende Energie-Tochter übersiedeln, würden dies mit allen Rechten tun, meinte Messner. Im Herbst könnte die neue Energie-Tochter dann operativ tätig werden.

Auch mit den Beteiligungen und Tochtergesellschaften wie dem Abfallentsorger AEVG, oder der Zentral-Wasserversorgung Hochschwab Süd sowie der Plakatierungsfirma "Ankünder" sei man zufrieden. Alle hätten verbesserte Umsatzerlöse erzielt, mit Ankünder sei man mittlerweile in Südosteuropa und sogar im Kosovo tätig. Künftig wolle man ein umfassender Dienstleistungskonzern für kommunale Belange sein, der nicht nur steiermarkweit tätig sei, so Malik. (APA)

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