Grüne fordern Parkpickerl für Wiener Außenbezirke

7. Juni 2002, 13:59
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Statt weiterer Volksgaragen soll Gültigkeit der Wiener Fahrscheine auf die erste Außenzone des VOR ausgeweitet werden

Wien - Die Wiener Grünen fordern eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung auf Teile der Wiener Außenbezirke. Damit könne das Wiener Verkehrsproblem gelöst werden, so Umweltsprecher Rüdiger Maresch in einer Pressekonferenz. So könne man verhindern, dass die vielen Pendler bis in die Außenbezirke hineinfahren und dort die Parkplätze in Anspruch nehmen. Um anderseits den Pendlern entgegenzukommen, solle die Gültigkeit der Wiener Fahrscheine auf die erste Außenzone des VOR ausgeweitet werden.

Anrainergaragen

Der Bau der Volksgaragen müsse ebenfalls eingedämmt werden: "Im Grunde genommen sind Volksgaragen für Fahrzeuge aus dem Umland", so Maresch. Unter der Woche würden dort vor allem Autos mit Nicht-Wiener Kennzeichen stehen. Maresch plädiert stattdessen für den Bau von Anrainergaragen, die nur den unmittelbaren Anwohnern vorbehalten sein sollen. Diese sollten nicht aus den Einnahmen der Parkraumbewirtschaftung, sondern aus der normalen Garagenförderung finanziert werden.

Zwei Drittel der Parkgebühren werden für den Garagenbau verwendet

Ohne Volksgaragen hätte die Stadt Wien mehr Mittel für den öffentlichen Verkehr zur Verfügung, so der Grüne Umweltsprecher. Immerhin würden für den Garagenbau zwei Drittel der Einnahmen aus den Parkgebühren aufgewendet. Mit der Ausweitung der Parkzone auf die Gürtel-Außenbezirke bis zur Vorortelinie und auf den gesamten Wienerberg würden sogar zusätzliche Einnahmen hereinkommen.

Mit den Geldern solle im Gegenzug das Wiener Umland durch den öffentlichen Verkehr stärker erschlossen werden, forderte Maresch. Schließlich müssten die Passagiere auf manchen Linien Wartezeiten bis zu 45 Minuten in Kauf nehmen. (APA)

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