Riesige "Regenbögen" in der Sonnenatmosphäre entdeckt

7. Juni 2002, 12:53
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Eine Umkehrung des Sonnen-Magnetfeldes könnte Vorhersage von Sonnenstürmen ermöglichen

Albuquerque - US-Astronomen haben eine mögliche Erklärung für die regelmäßige Umkehrung des Magnetfelds der Sonne gefunden. Riesige, mit heißem Gas gefüllte Schleifen im Sonnensystem könnten dafür verantwortlich sein, dass sich das Magnetfeld des Fixsterns alle elf Jahre umdreht, erklärte Elena Benevolenskaja von der Universität Stanford am Mittwoch (Ortszeit) im US-Bundesstaat New Mexico.

Wie Regenbögen verbänden die elektrisch aufgeladenen, rund 800.000 Kilometern langen Schleifen jeweils einen Magnetpol der Sonne mit einem so genannten Sonnenflecken der entgegengesetzten magnetischen Ladung. Die neuen Erkenntnisse könnten in Zukunft bei der Vorhersage von Sonnenstürmen nützlich sein, die unter anderem Kommunikationsverbindungen auf der Erde stören, betonte Benevolenskaja. (APA)

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