Bisher kein Nitrofen-Nachweis in konventionellen Betrieben

7. Juni 2002, 11:31
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Aber noch keine Entwarnung

Hannover - Das verbotene Pflanzengift Nitrofen ist in Deutschland bei ersten Untersuchungen in Lebensmitteln aus konventioneller Landwirtschaft nicht nachgewiesen worden. Das niedersächsische Agrarministerium veröffentlichte am Freitag Proben von Lebensmitteln sowie aus dem Futter des Herstellers GS agri und anderen Futterherstellern, die alle negativ ausgefallen waren. Dies bedeute aber keine Entwarnung, teilte das Ministerium in Hannover mit.

Untersucht wurden Eier, Puten- und Hühnerfleisch sowie Babynahrung aus Betrieben, die von dem Futterhersteller GS agri beliefert worden waren. GS agri hatte Monate lang Nitrofen-belastetes Bio-Futter verkauft. Das dafür verwendete Bio-Getreide stammte aus einer Lagerhalle in Mecklenburg-Vorpommern, in der früher Nitrofen und andere Pflanzengift gelagert worden waren.

Die deutsche Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) hatte am Donnerstag gesagt, die Halle sei schon seit 1999 als Lager für normales Getreide genutzt worden und deshalb könne auch Nitrofen-haltige Ware in den Kreislauf der konventionellen Landwirtschaft gelangt sein. (APA/Reuters)

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