Linux wird Standard in der öffentlichen Verwaltung Deutschlands

7. Juni 2002, 10:56
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Staatsekretärin Zypris sieht Migrationswelle zu Open Source voraus

Die Staatssekretärin im deutschen Bundesinnenministerium (BMI) Brigitte Zypris sieht für die kommenden Jahre in der öffentlichen Verwaltung Deutschlands eine Verschiebung zu Linux im Desktop-Bereich voraus. "Nach meiner Einschätzung wird uns in den Jahren 2003 bis 2004 eine Migrationwelle bevorstehen. Die Ablöse von Windows NT steht bevor", erklärte Zypris heute, Donnerstag, bei der Eröffnung des "LinuxTag 2002" in Karlsruhe.

Erleichterung

Mit dem Abschluss des Rahmenvertrages zwischen Bund und IBM (der Webstandard berichtete) habe das Bundesinnenministerium die Einführung von Linux-Systemen in der gesamten öffentlichen Verwaltung erheblich erleichtert. "Mit dem Kooperationsvertrag, den wir mit IBM geschlossen haben, erreichen wir drei Ziele: Wir erhöhen die IT-Sicherheit durch die Vermeidung von Monokulturen; wir verringern die Abhängigkeiten von einzelnen Softwareanbietern und wir sparen beim Kauf der Software und bei den laufenden Kosten", so Zypris.

Pilotprojekte

Die Vorarbeiten für die Einführung von Linux wird das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) noch dieses Jahr mit Pilotprojekten, Studien und Entwicklungen leisten. Das BSI hat bereits ein Projekt unter Open-Source-Bedingungen abgewickelt. Die entstandene Software soll unter die General Public License (GPL) gestellt werden und damit in allen anderen Open Source Software-Projekten einsetzbar sein.

Der LinuxTag 2002 ist die größte europäische Veranstaltung zum Thema Linux und Open Source. Die Messe dauert noch bis Sonntag, den 9. Juni. (pte)

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