Deutsche Telekom - Schuldenberg im 2. Quartal nicht viel kleiner

7. Juni 2002, 10:21
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Wegen Dividendenzahlung von 1,6 Milliarden Euro

Die Deutsche Telekom wird ihren Schuldenberg im zweiten Quartal wegen der Dividendenzahlung nicht wesentlich abbauen können. "Es wird keinen signifikanten Fortschritt beim Schuldenabbau geben", sagte Telekom-Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe). "Wir zahlen in diesem Quartal die Dividende von 1,6 Milliarden Euro." Eick bezeichnete es der Zeitung zufolge als "spannend", ob es dem Konzern gelingen werde, diese Summe auszugleichen.

Verringerung

Die Telekom plant, bis Ende 2003 ihre Verschuldung auf rund 50 Milliarden Euro zurückzufahren. Den Schuldenstand Ende April bezifferte Eick den Angaben zufolge auf 66,4 Milliarden Euro nach 67,2 Milliarden Euro Ende März. "Wir sind optimistisch, unser Ziel zu erreichen. Wir sind auf gutem Weg", sagte Eick.

Methodik

Früheren Angaben des Finanzchefs zufolge soll der geplante Schuldenabbau über Beteiligungsverkäufe erreicht werden. Die Telekom werde im laufenden Geschäftsjahr mit voraussichtlich 5,5 (Vorjahr: minus 4,7) Milliarden Euro den höchsten Verlust ihrer Konzerngeschichte ausweisen. Grund sei die Übernahme des US-Mobilfunkunternehmens VoiceStream Mitte 2001.

Under Pressure

Die Aktien der Telekom sind bereits seit Wochen unter Druck. "Ich denke, dass wir unterbewertet sind", sagte Eick der Zeitung. "Es herrscht ein Käuferstreik, das Marktumfeld ist unfruchtbar." Düster lautete der Ausblick Eicks für den Kursverlauf: "Es wird schwierig, den Turnaround zu schaffen. Es geht zu vielen in der Branche zu schlecht." (APA/Reuters)

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