Pakistan bittet Arabische Liga um Vermittlung

7. Juni 2002, 09:09
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Früherer Präsident: "Im Falle eines Krieges wird es keinen Gewinner geben"

Kairo/Madrid - Pakistan hat die Arabische Liga um Vermittlung im Konflikt mit Indien gebeten. Die Kriegsgefahr drohe sonst auf andere Staaten in der Region überzugreifen, sagte der Sondergesandte und frühere pakistanische Präsident Farooq Ahmad Khan Leghari am Donnerstag.

Er rief die 22 Mitgliedstaaten der Arabischen Liga auf, ihre guten Beziehungen zu den Konfliktpartnern zu nutzen und zu einer Beilegung der Krise beizutragen. Im Falle eines Krieges "wird es keinen Gewinner geben, dann werden wir beide Verlierer sein", sagte Leghari am Sitz der Liga in Kairo.

Die Außenminister der EU und von zehn asiatischen Partnerländern sind am Donnerstag in Madrid zusammengekommen, um vornehmlich über den Kaschmir-Konflikt zu beraten. Geplant ist dazu eine gemeinsame Erklärung der 15 EU-Länder und der ASEAN-Staaten Brunei, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam sowie Japan, Südkorea und der Volksrepublik China. Bei dem bis Freitag dauernden Asiatisch-Europäischen Treffen (ASEM) wollen die Außenminister auch über den Nahost-Konflikt, die Kooperation im Kampf gegen den Terrorismus sowie über das Thema Einwanderung sprechen. Zudem soll der ASEM-Gipfel im September in Kopenhagen vorbereitet werden. (APA)

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