Peres: "Neue Ideen" der USA zu Aufgabe jüdischer Siedlungen

6. Juni 2002, 22:22
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Verzicht auf Rückkehrrecht von Flüchtlingen als Gegenleistung für Aufgabe der jüdischen Siedlungen

Tel Aviv/Amman - Die USA wollen nach den Worten von Israels Aussenminister Shimon Peres mit "neuen Ideen#"offenbar die umstrittene Frage der jüdischen Siedlungen in den Palästinensergebieten voranbringen. Demnach sollten die Palästinenser im Gegenzug für eine Aufgabe aller Siedlungen auf das Rückkehrrecht von Flüchtlingen verzichten, sagte der Minister am Donnerstag in Tel Aviv.

"Es liegen Ideen in der Luft", erklärte Peres, ohne zu erläutern, ob es sich um einen speziellen Plan handelt oder um Vorschläge im Rahmen einer Friedensinitiative der USA. Vor dem Verband der israelischen Exporteure betonte Peres zudem, wie wichtig eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen mit den Palästinensern für die Wirtschaft des Landes sei.

Jordanien betonte inzwischen, dass die arabischen Länder an einem Erfolg der geplanten Nahost-Konferenz arbeiteten. Es gebe "ernsthafte und wichtige Anstrengungen", damit die Konferenz Ergebnisse bringe, sagte Ministerpräsident Ali Abu Ragheb in Amman. Nach seinen Worten soll das Treffen Juli stattfinden. Ein genaues Datum steht allerdings noch nicht fest. (APA)

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