Ralf trainierte Zeitumstellung in Salzburg

6. Juni 2002, 18:43
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Der Vorjahressieger von Montreal kommt nicht ideal vorbereitet nach Kanada

Hamburg/Montreal - Optimal vorbereitet ist Ralf Schumacher zwar nicht, aber optimistisch ist er trotzdem. "Vielleicht ist der Ferrari von Michael ja doch nicht derart überlegen, wie wir glauben", sagt der Williams-BMW-Pilot vor dem Grand Prix am Sonntag in Montreal. Trotz seiner nicht gerade "idealen Vorbereitung" bemüht der Herausforderer das Prinzip Hoffnung: "Vielleicht ändert sich das Verhältnis in Kanada ein wenig zu unseren Gunsten."

Das schwere Leben eines Formel-1-Fahrers

"Schumi II" hatte es nicht leicht in den letzten Tagen: Erst regnete es beim Test in Silverstone, dann verzögerte sich auch noch der Abflug, da Film- und Foto-Aufnahmen für den neuen Hauptsponsor auf dem Programm standen. "Neue Autogrammkarten, Fotos mit den neuen Overalls, TV-Aufnahmen der Autos im neuen Look auf der Strecke in Silverstone, Interviews - unglaublich, welcher Aufwand da noch betrieben wurde", wunderte er sich.

Alle Hände voll zu tun

Während sich sein Bruder Michael nach Monaco mit einem Kurzurlaub in Nordamerika auf das achte Saisonrennen vorbereitete und so den Jet-Lag austrickste, hatte Ralf vor dem GP von Kanada am Sonntag (Start: 19.00 Uhr MESZlive ORF1) in Europa noch alle Hände voll zu tun. Unverblümt sprach der Vorjahressieger auf seiner Homepage Ralf-Schumacher.de die Kehrseite der Medaille an: "Gut, wir kommen dann relativ spät nach Montreal. Aber ich habe schon die letzten Tage in Salzburg versucht, den Tagesablauf der Zeitverschiebung anzupassen, also sollte das kein großes Problem sein."

Schöne Erinnerungen

Zusammen mit seinem in der Schweiz residierenden Bruder Michael hatte der in Österreich lebende 26-Jährige vor zwölf Monaten auf dem Circuit Gilles Villeneuve ein Kapitel Formel-1-Geschichte geschrieben. Erstmals in über fünf Jahrzehnten belegte ein Bruderpaar in der Königsklasse des Motorsports die Plätze eins und zwei. "Mit einem Grinsen erinnere ich mich an das Vorjahr, als ich meinen Bruder gejagt habe und nur warten musste, bis er vor mir in die Box gefahren war, um dann meine Überlegenheit auszuspielen. Das wär' natürlich schön, wenn es wieder so laufen würde, aber so leicht wird uns das Ferrari diesmal nicht machen." (APA/dpa)

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