Sun verstärkt Grid-Computing im Business-Bereich

6. Juni 2002, 16:14
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Serverfarmen oder Supercomputer sollen damit überflüssig werden

Sun setzt im Business-Bereich verstärkt auf Grid-Computing. Der Serverhersteller hat seine Grid Engine Enterprise Edition 5.3 vorgestellt. Die Software verfügt nun zusätzlich über ein Policy-Modul, mit dem Systemadministratoren die Computerressourcen im Netzwerk unterschiedlichen Anwendungen zuteilen können. So kann zum Beispiel die Rechenleistung für eine Aufgabe begrenzt werden, damit nicht das gesamte Netzwerk blockiert ist.

Grid Engine Enterprise Edition

Sun richtet sich mit der Grid Engine Enterprise Edition 5.3 an Unternehmen, die bereits mehrere Projekte auf unterschiedlichen Sun Grids betreiben und diese kombinieren sowie gemeinsam nutzen wollen. Daneben lassen sich mit der Software Prioritäten für einzelne Projekte festlegen. Während eine einfache Version der Software gratis angeboten wird, ist Enterprise Edition kostenpflichtig. Der Preis richtet sich nach der Anzahl der Prozessoren im Netzwerk.

Serverfarmen oder Supercomputer sollen überflüssig werden

Die Grid-Engine greift auf die ungenutzten Rechenkapazitäten im Netzwerk zu und fasst diese für die Berechnung von umfangreichen Aufgaben zusammen. Dabei werden die Rechenaufgaben auf die einzelnen Server verteilt. Die Technologie soll so eigene umfangreiche Serverfarmen oder Supercomputer überflüssig machen. Grid-Computing entstand ursprünglich im wissenschaftlichen Bereich. Jetzt wird die Technologie auch für kommerzielle Anwendungen wie in der Entwicklung von Fahrzeugen oder der Pharmazie eingesetzt. (pte)

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