Computer wird zunehmend zur Konkurrenz für klassische Spielwaren

6. Juni 2002, 16:05
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Spielwarenhandel setzte 2001 um um 2,4 Prozent weniger um - Kinder wünschen sich immer weniger Spielzeug

Das klassische Spielzeug bekommt immer mehr Konkurrenz: Einerseits wünschen sich Kinder vermehrt Besuche in Freizeit- und Erlebnisparks sowie Reisen andererseits verstärkt sich der Trend zu elektronischen Produkten, heißt es in einer Studie des Consulting-Unternehmens RegioPlan. Bereits ab einem Alter von vier Jahren würden Kinder immer mehr Zeit am Computer verbringen.

20 Prozent des gesamten Spielwarenmarktes sind Videospiele

Derzeit nehmen Elektronikspielzeug und Videospiele bereits einen Anteil von 20 Prozent des gesamten Spielwarenmarktes ein, auf Spielcomputer entfallen 12 Prozent, mit steigender Tendenz. Sehr beliebt seien aber auch wieder Gesellschaftsspiele mit einem Umsatzanteil von 11 Prozent. Durch die Verbilligung elektronischer Produkte und deren zunehmende Beliebtheit erwartet RegioPlan, dass der reale Marktwert der Spielwaren, ausgenommen Videospiele, in den kommenden zehn Jahren um 25 Prozent sinken wird.

Im Jahr 2001 verringerte sich der Gesamtumsatz des österreichischen Spielwarenhandels um 2,4 Prozent auf 331 Mill. Euro. Der Fachhandel musste sogar ein Minus von 7,2 Prozent auf 229 Mill. Euro hinnehmen. Hauptkonkurrenz des Spielwarenfachhandels seien die Verbrauchermärkte, die vor allem Spontankäufer ansprächen, so RegioPlan. Auf den Fachhandel entfallen allerdings noch immer 69 Prozent des Gesamtmarktes, auf Verbrauchermärkte 16 Prozent, auf Versandhandel und Sonstige je 6 Prozent und auf Warenhäuser 3 Prozent.

Die Gesamtzahl der Spielwarenhandlungen blieb 2001 mit 569 Outlets im Vergleich zu 2000 beinahe konstant.(apa)

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