Schauspieler Stephan Pritz starb durch Selbstmord

6. Juni 2002, 15:00
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Zwei Tage nach Uraufführung von "Teufels Komödiant"

Trier - Zwei Tage nach der Uraufführung des Stücks "Teufels Komödiant" hat sich der Schauspieler Stephan Pritz im Stadttheater Trier das Leben genommen. Die Leiche des 44-Jährigen wurde am Dienstagmittag entdeckt, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Ein Fremdverschulden sei auszuschließen, das Motiv war zunächst noch unklar.

In dem Theaterstück über den Schauspieler Ferdinand Marian, der vor allem durch seine Rolle des "Jud Süß" im gleichnamigen NS-Propaganda-Film traurige Berühmtheit erlangt hatte, spielte Pritz Klaus Barbie, der als Schüler in Trier lebte und später Gestapo-Chef in Frankreich wurde.

Der in Genua geborene Pritz ist Bruder der Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann und war in Trier bekannt für seine Rollen, in denen er oft unbequeme Typen mit Ecken und Kanten verkörperte. (APA/AP)

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