ÖBV-Privatisierung hängt in der Luft

6. Juni 2002, 14:14
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Kaufkonsortium "existiert nicht mehr"

Wien - Das Konsortium aus Gustav Glöckler (HPT), dem deutschen Klett-Verlag, der Leykam Medien AG in Graz und dem Schulbuchverlag Ed. Hölzel, das für die Übernahme des vor der Privatisierung stehenden Österreichischen Bundesverlags (ÖBV) favorisiert wurde, "existiert in dieser Form nicht mehr", bestätigte Martin Veit, Geschäftsführer der Ernst Klett Information Beteiligungsgesellschaft m.b.H. Das Konsortium sei "in gegenseitigem Einvernehmen" auseinander gegangen, Leykam und Ed. Hölzel seien nun "nicht mehr dabei".

Duett in Aussicht

Der Ernst Klett Verlag werde "sehr wahrscheinlich" nun nur mit dem derzeit im Ausland weilenden Glöckler als österreichischem Partner ein Angebot legen. Auch für Glöckler sei der Ernst Klett Verlag der "Wunschpartner", bestätigte dessen Sohn Georg Glöckler.

Leykam sieht "keine realistische Chance" mehr, ein eigenes Angebot oder ein Angebot mit einem anderen Partner zu stellen, meinte Klaus Brunner, Geschäftsführer des Leykam Buchverlages und der Leykam-Buchhandelsgesellschaft. Bei Ed. Hölzel war vorerst nicht zu erfahren, ob dort noch Interesse an einem Kauf herrscht. Die weitere Vorgehensweise werde ab Montag, 10. 6., geklärt, wenn Gustav Glöckler wieder nach Österreich zurückkehrt. Gustav Glöckler, der 47 Prozent an der ÖBV-Tochter "ÖBV HPT Verlagsgesellschaft" hält, hat ein auch in der Ausschreibung festgeschriebenes Vorkaufsrecht auf die restlichen 53 Prozent. (APA)

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