Mehrphasenfahrausbildung: ARBÖ fordert Prämien-Senkung

6. Juni 2002, 12:10
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Neues Führerscheinmodell sollte Alters-Ungleichbehandlung der Versicherungskunden beenden

Wien - Das neue Führerscheinmodell ist nach Meinung von ARBÖ und ÖAMTC ein wichtiger Schritt zur Hebung der Verkehrssicherheit. "Der Führerschein mit Mehrphasenausbildung wird in Verbindung mit der Kfz-Haftpflicht sogar billiger werden", so ARBÖ-Generalsekretär Rudolf Hellar heute, Donnerstag, zu Befürchtungen über steigende Kosten.

Heute erhält ein jugendlicher Kraftfahrer nur dann eine Kfz-Haftpflichtversicherung, wenn er eine höhere Prämie bezahlt oder hohe Selbstbehalte im Schadensfall in Kauf nimmt. Auf Rabatte beim Abschluss muss er ohnehin verzichten.

Wer bereits 25 Jahre alt ist, erhält laut ARBÖ bei klugem Verhandeln zum Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung einige "Zuckerln": Einen Rabatt von bis zu 20 Prozent, Malusfreiheit beim ersten Schaden und vieles andere. Bei den gar nicht so "alten" 25-Jährigen aufwärts würden weder Selbstbehalt noch höhere Prämie verrechnet.

Wenn nun die Mehrphasenfahrausbildung eine bessere praktische Ausbildung garantiert, müssen nach Ansicht des ARBÖ jugendliche Fahranfänger auch von den Versicherungsanstalten in gleicher Weise behandelt werden. Man verlangt daher: Runter mit den Versicherungsprämien für die Jugendlichen und Schluss mit der unterschiedlichen Behandlung der Versicherungskunden nach dem Alter. Dies wäre - so Hellar - ein konstruktiver Beitrag all jener Autoversicherer, die auf Dauer ausgebildete und gesunde Kunden haben wollen.

"Die Mehrphasenfahrausbildung wird daher auch Gerechtigkeit für die Jugend bei den Kfz-Prämien bewirken. Die Jugendverbände sind aufgerufen rasch aktiv zu werden", so der Appell des ARBÖ-Generalsekretärs. (APA)

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