Was der 'steirischer herbst 2002' bringt

9. Juni 2002, 20:16
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Programm wurde vorgestellt

Graz - Kathrin Rögglas Drama "Fake Reports" wird erstmals zu sehen sein. Sonst aber bringt der "steirische herbst 2002" kaum Uraufführungen, dafür die Wiederholung einiger Produktionen, wurde am Mittwochabend bei der Programmpräsentation in Graz bekannt.

Josef Winklers "Tintentod" wird nochmals gezeigt, ebenso gibt es Beat Furrers "Begehren" nochmals zu hören, diesmal mit einer Choreografie von Reinhild Hoffmann. Das Schauspiel wartet mit der österreichischen Erstaufführung der "Prinzessinnen-Dramen" von Elfriede Jelinek auf. Daneben gibt es das bereits länger angekündigte Architekturprojekt "Latente Utopien".

"Modifizierte Form"

Weil Josef Winklers Drama "Tintentod" nach Meinung von "herbst"-Intendant Peter Oswald besonders von den Kritikern unterschätzt wurde, wird die Aufführung in "modifizierter Form" in diesem Jahr nochmals gezeigt, hieß es.

Beat Furrers "Begehren" steht ebenfalls zum zweiten Mal auf dem Programm: Diesmal als szenische Produktion und zeitlich etwas außerhalb des übrigen Programms - nämlich erst am 9. Jänner 2003 als eine der Eröffnungsproduktionen von "Graz 2003".

Das Schauspiel bringt neben den Prinzessinnen-Dramen "Der Tod und das Mädchen I - III" von Elfriede Jelinek die Uraufführung von Kathrin Röggla "Fake Reports". Eine österreichische Erstaufführung wird es mit dem Donnerstag in Schwetzingen uraufgeführten Werk "Macbeth" von Salvatore Sciarrino geben. Die musikalische Ausführung liegt beim Klangforum Wien unter Sylvain Cambreling.

Latente Utopien

Ebenfalls eine Koproduktion mit "Graz 20032 ist das Architekturprojekt "Latente Utopien - Experimente der Gegenwartsarchitektur", das von Zaha Hadid und Patrik Schumacher kuratiert wird.

"Wer erzählt, lebt" ist der Titel eines Literaturprojekts von Thomas Kraft, an dem Künstler und Künstlerinnen wie Ulla Berkewicz, Monika Maron, Joshua Sobol, Paulus Manker und Elisabeth Trissenaar teilnehmen werden.

Auch das "musikprotokoll" ist wieder vertreten, diesmal mit einem Programm unter dem Motto "die unschärferelation". (APA)

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