EU unterstützt Flüchtlingsrückkehr in Kosovo

6. Juni 2002, 11:54
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Finanzielle Hilfe in Höhe von mit 175 Millionen Euro - 2.800 Serben in Provinz zurückgekehrt

Belgrad - Die EU stellt heuer 175 Millionen Euro für die Flüchtlingsrückkehr in die Provinz Kosovo zur Verfügung. Wie die Belgrader Tageszeitung "Politika" am Donnerstag unter Berufung auf EU-Kreise in Pristina meldete, soll mit diesen Finanzmitteln alle Voraussetzungen von der Infrastruktur bis zum Wohnbau für die Rückkehr geschaffen werden. Kosovo-Albaner, die nach dem Abzug der jugoslawischen Sicherheitskräfte im Juni 1999 Häuser und Wohnungen der geflüchteten Bevölkerung besetzt hatten, wurden von der UNO-Polizei in der Provinz aufgefordert, diese wieder zu verlassen.

Aus dem Kosovo flüchteten im Sommer 1999 nach den NATO-Luftangriffen gegen Jugoslawien und dem Rückzug der jugoslawischen Einheiten rund 250.000 Serben und Angehörige anderer Minderheitengruppen wie Roma, Bosniaken und andere. Nach Angaben des Leiters der UNO-Administration im Kosovo (UNMIK), Michael Steiner, sind bisher etwa 2.800 Serben in die Provinz zurückgekehrt. Das offizielle Belgrad spricht hingegen von nur knapp 100 Rückkehrern.

Der Belgrader Kosovo-Koordinierungsausschuss bemüht sich neuerdings in Zusammenarbeit mit der UNMIK um eine verstärkte Rückkehr der Flüchtlinge. Nach den Plänen der UNO soll in der ersten Phase die Rückkehr von 750 Familien gesichert werden. Viel Interessensvertretungen der Kosovo-Flüchtlinge sind mit den Plänen für eine allmähliche Rückkehr aber unzufrieden und kündigten bereits Proteste an der administrativen Grenze zwischen Serbien und dem Kosovo an. (APA)

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