Messe-Happening im Backsteinbau

12. Juni 2002, 21:57
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Eine riesige, alte Fabrikhalle aus rotem Backstein inklusive eines großen Hangars ist der Standort für die, mit Verlaub, undeutscheste Veranstaltung, die man sich an einem traditionellen Messeort wie Köln vorstellen kann.

"Bread & Butter, Cologne Offshow for selected brands" nennt sich das Event, das zweimal jährlich die aktuellen Kollektionen ausgesuchter Marken aus den Bereichen Jeans-, Sports-, Street- und Workwear sowie Schuhe präsentiert. Mit dabei sind Labels mit garantiertem Hip-Faktor wie z. B. Evisu, Carhartt, The Great China Wall, Stüssy oder Camper bzw. Marken, die versuchen, in dieses Segment vorzustoßen, ob mit jungen Sublinien, wie etwa der heimische Schuhproduzent Ludwig Reiter mit seiner Sportschuh-Linie, oder ob unter Zuhilfenahme der noch anhaltenden Revival-Welle, wie etwa Lacoste und Fred Perry. Auch die Großen der Branche haben ihren Weg in die sympathisch abgefuckten Fabriksräume und den 320 m² großen Hangar gefunden, Adidas zeigt so die "Originals"-Serie, und auch Nike, Puma und Converse dürfen nicht fehlen.

In der vieretagigen Industriehalle geht es betont lässig zu, die Entspannung des Messepublikums wird durch einheitliche DJ-Beschallung, feines Catering und "social areas" mit gemütlichen Lümmelecken gefördert. Karl-Heinz Müller, "Bread & Butter"-Initiator und Geschäftsführer, legt nach eigenem Bekunden bei der Auswahl der Aussteller großen Wert darauf, "dass der Spirit der Veranstaltung nicht verwässert wird". Knapp 120 Aussteller wurden bei der zweiten Ausgabe des als Alternativveranstaltung konzipierten Events im vergangenen Februar gezählt. Ab kommenden August kooperiert "Bread & Butter" mit der KölnMesse, die ihr neues, junges Konzept namens "Vibes4U - the new Interjeans" gemeinsam mit jenem von Müller vermarkten will.
mw/derStandard/rondo/7/6/02

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