EU untersucht Akzo Nobel wegen Verdacht auf Kartellabsprachen

6. Juni 2002, 10:28
posten
Amsterdam - Die Europäische Kommission hat bei dem niederländischen Chemiekonzern Akzo Nobel Untersuchungen wegen des Verdachts auf Kartellabsprachen eingeleitet. Akzo teilte am Mittwoch in Amsterdam weiter mit, das Unternehmen sei Teil einer Untersuchung der EU-Behörden wegen möglicher Absprachen unter Herstellern von Monochlor-Essigsäure.

Die Europäische Kommission hatte zuvor mitgeteilt, sie untersuche ein mögliches Kartell, hatte aber nicht die beteiligten Firmen genannt. Monochlor-Essigsäure wird unter anderem zur Produktion verschiedener Chemikalien, darunter Bohrflüssigkeiten, Pharmazeutika und Unkrautvernichtungsmitteln eingesetzt.

Preisabsprachen

Akzo hatte im vergangenen Jahr an US-Behörden wegen Preisabsprachen bei Monochlor-Essigsäure zwölf Millionen Dollar (12,72 Mill. Euro) gezahlt. Das Unternehmen stellte im vergangenen Jahr 111 Millionen Euro für mögliche unerwartete Kosten im Zusammenhang mit laufenden Kartelluntersuchungen zurück.

Akzo könne zwar nicht ausschließen, dass mögliche Strafen die zurückgestellte Summe von 111 Millionen Euro überträfen, sagte der Sprecher weiter. Das Unternehmen gehe jedoch nicht davon aus, dass mögliche zusätzliche Belastungen einen Einfluss auf die finanzielle Situation haben würden. (APA/Reuters)

Share if you care.