Erste Bank stuft Gericom trotz Umsatzwarnung hinauf

6. Juni 2002, 09:43
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Von "Outperform" auf "Buy"

Wien - Trotz der am Mittwoch erfolgten Umsatzwarnung der Gericom für 2002 haben die Analysten der Erste Bank ihre Anlageempfehlung für die Aktien des am Neuen Markt gelisteten oberösterreichische Notebook-Herstellers von "Outperform" auf "Buy" angehoben. In der aktuellen Mitteilung des Instituts geben die Experten ein Kursziel von 17 Euro für die kommenden sechs Monate an, am Mittwoch hatten die Titel mit 11,40 Euro geschlossen. Gleichzeitig wurden jedoch die Gewinnschätzungen nach der Veröffentlichung des Gericom-Ausblicks für das Gesamtjahr 2002 nach unten angepasst.

Gericom werde nach dem dramatischen Fall des Aktienkurses nach der Bekanntgabe der Erstquartalszahlen des laufenden Geschäftsjahres auf einem "attraktiven Niveau" gehandelt und weise einen signifikanten Abschlag gegenüber dem Marktführer Medion auf, heißt es in der Analyse. Darüber hinaus sei das Unternehmen mit der realistischen und trasparenten Informationspolitik auf dem richtigen Weg, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.

Realistische Ziele

Als realistisch erachten die Erste Bank-Analysten auch die Ziele der Gericom für das Geschäftsjahr 2002. Demnach sieht die Linzer Computerschmiede 2002 als ein Jahr der Konsolidierung, in welchem nur noch eine EBIT-Marge und ein Umsatz etwa auf dem Niveau des Vorjahres zu erwarten sei, was eine Reduzierung der Umsatzprognose bedeutet. Die positive Entwicklung im zweiten Quartal habe den Umsatzrückgang des 1. Quartals nicht zur Gänze kompensieren können.

Die Erste Bank rechnet somit für das Gesamtjahr 2002 mit einem Gewinn je Gericom-Aktie von 1,69 Euro, nachdem bisher 1,94 Euro geschätzt worden waren. Für 2003 liegt die Prognose bei 1,91 Euro, nach einer Schätzung 2,31 Euro. (APA)

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