Vier Tote bei Bombenanschlag auf Bus in Indonesien

6. Juni 2002, 12:38
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Opfer flohen vor religiöser Gewalt - 17 Personen verletzt

Jakarta - Ein Bombenanschlag auf einen Überlandbus auf der indonesischen Insel Sulawesi hat mindestens vier Menschenleben und 17 Verletzte gefordert. Die Explosion ereignete sich bereits am Mittwoch nahe der Stadt Poso in Zentral-Sulawesi, wo vor zwei Jahren bei Übergriffen zwischen Moslems und Christen hunderte Menschen getötet und tausende Bewohner in die Flucht getrieben worden waren. Das berichteten indonesische Zeitungen am Donnerstag. Die Hintergründe des Attentats waren laut Polizei zunächst allerdings unklar.

Bei den meisten der Opfer handelte es sich den Angaben zufolge um Bewohner, die vor der religiös motivierten Gewalt geflohen waren und nun in ihre Häuser zurückkehren wollten. Indonesiens Polizeichef General Da'i Bachtiar rief die Bevölkerung Sulawesis auf, sich von dem Anschlag nicht provozieren zu lassen. Vertreter von Christen und Moslems hatten im Dezember vorigen Jahres unter Vermittlung der Zentralregierung in Jakarta ein Friedensabkommen unterzeichnet. (APA/dpa)

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