Deutsche Regierung befürchtet neue Hiobsbotschaften

6. Juni 2002, 07:50
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Ausschließliches Nitrofenvorkommen in der Lagerhalle Malchin wird angezweifelt

Chemnitz - Die deutsche Bundesregierung befürchtet offenbar neue Hiobsbotschaften im Nitrofenskandal. In einem Interview mit der Chemnitzer "Freien Presse" (Donnerstagausgabe) widersprach der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Gerald Thalheim (SPD), der Einschätzung, die Vergiftung von Bioprodukten mit dem verbotenen Pflanzenschutzmittel sei bereits aufgeklärt.

Nachdrücklich warnte der Staatssekretär davor, die Spurensuche nach Nitrofen auf die ostdeutschen Länder zu beschränken. Das sei weder gerechtfertigt, noch gebe es dafür Anhaltspunkte. Der SPD-Politiker äußerte nach Angaben der Zeitung erhebliche Zweifel an der Behauptung, das Unkrautvernichtungsmittel stamme ausschließlich vom Betonboden der Lagerhalle in Malchin. (APA/AP)

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