Jihad kündigt weitere Anschläge an

6. Juni 2002, 06:27
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Sharon verschiebt nach Anschlag Abreise nach Washington

Teheran/Madrid - Nach dem jüngsten Selbstmordanschlag in Israel hat die radikale Palästinensergruppe Islamischer Jihad weitere Attentate angekündigt. Solange die israelische Besetzung andauere, "werden die Zionisten niemals Stabilität und Sicherheit erfahren", sagte der Anführer der Gruppe, Ramadan Abdullah Schallah, am Mittwoch im iranischen Fernsehen. Der bewaffnete Arm des Islamischen Jihad hatte sich zuvor zu dem Attentat auf einen israelischen Linienbus bekannt, bei dem insgesamt 17 Menschen ums Leben kamen.

Die Europäische Union verurteilte den Anschlag in scharfer Form. Derartige Attentäte trügen nur dazu bei, "das Leiden der beiden Völker" zu verlängern, hieß es in einer Erklärung der spanischen EU-Ratspräsidentschaft in Madrid. Gegen die Drahtzieher derartiger "terroristischer Angriffe" müsse mit "voller Härte des Gesetzes" vorgegangen werden.

Die israelische Armee rückte nach Augenzeugenberichten erneut in Bethlehem ein und durchsuchte eine Moschee. In Gaza erlag unterdessen ein Polizist den Schussverletzungen, die israelische Soldaten ihm Ende Mai zugefügt hatten.

Sharon verschiebt Abflug in die USA auf Samstag

Nach dem schweren Terroranschlag im Norden Israels hat Ministerpräsident Ariel Sharon am Mittwoch seine geplante Abreise nach Washington um einen Tag verschoben. Statt am Freitag werde er nun am Samstagabend aufbrechen, berichteten israelische Medien. (APA)

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