Schnuppertage zur Berufsfindung: Projekte, die Ausbildungswege aufzeigen

5. Juni 2002, 19:57
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Eine der Zielsetzungen der "Science Week" ist es auch - neben dem Wecken von gezielter Aufmerksamkeit für Erkenntnisse und wissenschaftliche Themen -, dem Interesse an Ausbildungsmöglichkeiten den Boden zu bereiten. Die Linzer Johannes Kepler Universität präsentiert sich mit einer Reihe von Themen - der Bogen reicht von der Chemie bis zur Computersimulation -, die Schüler animieren sollen, einen dieser Ausbildungswege einzuschlagen. Darunter finden sich auch Veranstaltungen, deren Arbeiten normalerweise für eine breitere Öffentlichkeit kaum zugänglich sind.

Die Frage "Wie bekommt man den Zucker aus dem Kaffee?" erörtert das Linzer Institut für Verfahrenstechnik. Mithilfe ultrafeinster Membranfilter in Kombination mit chemischen Verfahren lassen sich Zucker aus Kaffee entfernen, Rotwein durch Entzug des roten Farbstoffes in Weißwein verwandeln und Schornsteine so gestalten, dass absolut jeder Schmutz und jede Geruchsbelästigung - sogar bei der Baldrianherstellung - vermieden werden. Die Breite der Anwendungsmöglichkeiten zeigt sich auch darin, dass man unter Zuhilfenahme dieser Filter Meerwasser entsalzen, Aromen ohne Verluste konzentrieren und deshalb auch Naturstoffextrakte in bisher nie erreichter Qualität herstellen kann. Die Veranstaltung findet am 7. 6. zwischen 10 und 18 Uhr im Linzer Institut für Verfahrenstechnik statt.

Begehbare Virtualität

Das Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Linz entwickelt Software, um die Anlagen virtuell darstellen zu können. Damit lassen sich Vorzüge oder auch Mängel schon während der Entwicklung feststellen. Der so genannte CAVE ist eine begehbare Installation - ein 2,5 mal 2,5 und zwei Meter hoher Raum - zur 3D-Darstellung von virtuellen Welten, der an der Johannes Kepler Universität für Forschungsprojekte und in der Lehre eingesetzt wird. Reale Besuche in virtuellen Anlagen sind am 13. 6. und am 14. 6. zwischen 15 und 19 Uhr in der Abteilung für graphische und parallele Datenverarbeitung am Campus der Linzer Universität möglich. (Manfred Lechner/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6. 6. 2002)

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