Vorwürfe gegen Pfarrer falsch

5. Juni 2002, 19:42
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Frau wurde nicht zum ersten Mal mit Kirchenverbot belegt

Wien - "Wir bedauern das Hausverbot. Gerade eine Kirche soll Menschen mit Problemen immer offen stehen. Aber in diesem Fall . . ." Erich Leitenberger, Sprecher der Erzdiözese Wien, ist mit seinem Latein am Ende. Wie berichtet, wurde in einer Wiener Pfarre ein Hausverbot gegen eine Frau verhängt, nachdem sie behauptet hatte, vom Pfarrer sexuell bedrängt worden zu sein. "Die Vorwürfe sind falsch", sagt Leitenberger. Der betroffene Pater werde völlig zu Unrecht beschuldigt. Warum, sei ein Rätsel.

Es habe mehrere Gespräche mit der Frau gegeben, unter anderem habe sich auch der Bischofsvikar um eine Lösung bemüht. Doch die Frau habe immer wieder Gottesdienste gestört. Man habe schließlich das Hausverbot aussprechen müssen und einen Ordnerdienst engagiert, um weitere Zwischenfälle in der Kirche zu vermeiden.

Die Frau hat schon einmal in einer niederösterreichischen Gemeinde in der Nähe von Wien ähnliche Vorwürfe gegen einen Geistlichen erhoben. Auch dort darf sie - nach einer gerichtlichen Entscheidung - nicht mehr in die Kirche. (simo/DER STANDARD, Printausgabe 06.06.2002)

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