McDonald's: Entschädigungen im Pommes-frites-Streit

5. Juni 2002, 18:26
posten

VegetarierInnen klagten wegen zugesetzter Rinder-Geschmacksstoffe

Chicago - Mit einer Millionenzahlung will die Schnellimbisskette McDonald's den Rechtsstreit über nicht vegetarische Geschmacksstoffe in ihren Pommes frites beilegen. Das Unternehmen bot eine Entschädigung von insgesamt zehn Millionen Dollar (10,67 Millionen Euro) an.

4.240 Euro Entschädigung

Wie die Staatsanwaltschaft in Seattle am Dienstag mitteilte, soll jede/r der elf KlägerInnen davon 4.000 Dollar (4.240 Euro) erhalten. Der Rest des Geldes soll nach Angaben von McDonald's-Sprecherin Anna Rozenich an Verbraucherschutzorganisationen gehen.

Im vergangenen Jahr hatten zunächst drei VegetarierInnen in Seattle Klage gegen McDonald's eingereicht, weil das Unternehmen aus Rindern gewonnenes Gewürz eingesetzt hat. Später schlossen sich weitere KlägerInnen in den US-Staaten Kalifornien, Texas, New Jersey und Illinois an.

Künftig reines Pflanzenöl

McDonald's hatte 1990 erklärt, beim Frittieren der Kartoffelstäbchen werde kein Rinderfett mehr verwendet, stattdessen komme reines Pflanzenöl zum Einsatz. Inzwischen hat das Unternehmen aber bestätigt, dass seinen Pommes frites in den USA Geschmacksstoffe vom Rind zugesetzt werden, und sich dafür entschuldigt. (APA/AP)

Share if you care.