"Washington Post"-Reporter verweigern aus Protest Autorenzeile

5. Juni 2002, 18:19
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"Byline-Streik" gegen unzureichendes Lohnangebot

Mit einem "Byline-Streik" haben die Journalisten der "Washington Post" gegen das ihrer Ansicht nach unzureichende Lohnangebot protestiert. Fast die ganze Zeitung erschien am Mittwoch ohne Autorennamen über den Artikeln. "Von einem Washington Post-Mitarbeiter" stand an der Stelle der sonst üblichen Autorennamen. Selbst auf den Sonderseiten zum 125jährigen Bestehen der renommierten Zeitung fehlen die meisten Bylines.

Zu dem Streik hatte die Gewerkschaft Washington-Baltimore Newspaper Guild aufgerufen, in der mehr als 1.400 Mitarbeiter organisiert sind. Die Angestellten wollen im Tarifvertrag für die nächsten drei Jahre mehr Lohn durchdrücken. Zudem wollen sie die Genehmigung, Urlaubstage in das nächste Kalenderjahr mit hinübernehmen zu dürfen. "Reporter haben das Recht, ihre Autorenzeile zurückzuhalten", sagte die zuständige Personalchefin Patricia Dunn. "Wir konzentrieren uns darauf, die Vertragsprobleme am Verhandlungstisch zu lösen." (APA/dpa)

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