Bundesweite Suche nach Nitrofenfleisch

5. Juni 2002, 19:17
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Importbetrieb gefunden: Tests unauffällig

Wien - Mit Nitrofen verseuchtes Bioputenfleisch konnte in Österreich bisher nicht gefunden werden. Das niedersächsische Agrarministerium hatte dem STANDARD am Dienstag bestätigt, dass einige Hundert Kilogramm Geflügel, das in Deutschland mit Giftweizen gefüttert worden war, nach Österreich gingen.

Der Import erfolgte zu Jahresbeginn. Nun, vier Monate später, wurden Proben im betreffenden Betrieb in Tirol gezogen. Das Ergebnis war unauffällig, teilte die Ernährungsmittelagentur am Mittwoch mit. Es wird aber weiter geprüft.

In Deutschland wird nach anderen Quellen gefahndet, von denen die Verseuchung des Futterweizens ausgehen könnte. Für Aufregung sorgt der Stoff Acrylamid, der in Lebensmitteln vermutlich durch hohe Temperaturen beim Backen, Braten und Frittieren entsteht. Acrylamid gilt als krebserregend und soll sich in Pommes frites, Chips, Brot und Gebäck finden.

Ähnliche Berichte gab es bereits aus Schweden und der Schweiz. Die österreichische Ernährungsmittelagentur erklärt, sie sei "an der Sache dran". (DER STANDARD, Printausgabe 06.06.2002)

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