Erste Netz-Unsicherheiten durch KPNQwest-Insolvenz

6. Juni 2002, 14:19
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Auch in Deutschland herrscht Aufregung in der IT-Branche

Die Insolvenz des IP-Carriers KPNQwest sorgt nicht nur in Österreich für Aufregung, auch in Deutschland herrscht Unsicherheit und Aufruhr in der IT-Branche. Laut einem Bericht von Heise soll es bereits zu ersten Netz-Unsicherheiten gekommen sein. Viele Unternehmen wechseln beinahe gleichzeitig ihren Carrier und sorgen so für ungewollte kurzfristige "Funkstille".

Zeit- und Gelddruck

Durch die ungewisse Situation scheinen viele Unternehmen so schnell wie möglich ihre Carrier wechseln zu wollen. Unternehmen die von KPNQwest noch Zahlungen erwarten machen Ernst und drehen die Hähne endgültig zu. So kann es leicht geschehen, dass auf einmal keine Leitung mehr Vorhanden ist - wie das Beispiel des Braunschweiger Systemhaus Gärtner Datensysteme zeigt. Der Firma wurde ein Wechsel des Carriers angeboten als keine sofortige Zusage erfolgte, wurde die Leitung nach einer Vorwarnzeit von nicht ganz 24-Stunden gekappt. Bis ein neuer Carrier gefunden wurde gab es Netz-Unsicherheiten.

Pressemitteilungen und Gerüchte

Die momentane Situation scheint noch nicht der Höhepunkt der Krise zu sein. Immer mehr Pressemeldungen wollen Unternehmen zu einem Carrier-Wechsel animieren. Wenn viele Firmen gleichzeitig wechseln, ist allerdings zu befürchten, dass die personellen Ressourcen der Alternativ-Carrier nicht ausreichen um Unsicherheit im Netz verhindern zu können. Außerdem mehren sich die Gerüchte von KPNQwest-Glasfaserringen die ausfallen sollen oder eben nicht. Alles in allem eine schwierige Zeit für Unternehmen.(red)

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