Schwerpunktkontrollen in Österreich

5. Juni 2002, 14:26
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Handel wird auf deutsche Produkte aus biologischer Landwirtschaft durchforstet

Linz/Salzburg - In Oberösterreich ist bisher kein verseuchtes deutsches Biofleisch gefunden worden. Laut Landesregierung wurden Proben genommen, bisher habe sich aber nichts ergeben.

Die Lebensmittelaufsicht von Oberösterreich habe den einzigen großen Geflügelschlächter in Oberösterreich überprüft und festgestellt, dass dieser keine Puten aus Deutschland importiere, sondern auf österreichische Qualität setzte, so Haubner. Weiters seien bei einem großen Hersteller von Babynahrung im Bezirk Gmunden fünf Proben gezogen worden, die derzeit in einem Bundeslabor untersucht würden. Das Ergebnis werde nächste Woche vorliegen, kündigte Haubner an.

Auch in der Steiermark hat die Nachricht von möglichen Importen Nitrofen-verseuchten Fleisches zu verstärkten Kontrollen geführt: "Bei uns ist eine Schwerpunktaktion angelaufen", sagte Susanne Reisner von der Lebensmittelkontrolle bei der Landesregierung. Dies gilt für das Grazer Marktamt als auch für die Bezirke, wo Kontrollore unterwegs sind.

Suche nach Puten- und Geflügelfleisch

Gesucht wird im Handel - kontrolliert werden nicht nur Supermarktketten - nach Produkten wie Puten- und Geflügelfleisch aus Deutschland, gekennzeichnet mit dem Vermerk "aus biologischer Landwirtschaft". Reisner rechnet eigenen Angaben zufolge aber nicht damit, dass sehr viele dieser Produkte entdeckt werden, weil in Deutschland selbst bereits Fleisch zurückgezogen wurde. Bisher seien die Lebensmittel-Kontrollore jedenfalls auch noch nicht fündig geworden, hieß es.

Auch in Kärnten werden bereits Proben gezogen - seit Mitte der vergangenen Woche, wie Gesundheitsreferent LH-Stv. Peter Ambrozy (S) am Mittwoch in einer Aussendung erklärte. Untersucht werden die Proben in der Kärntner Lebensmittel-Untersuchungsanstalt. Bisher seien keine Nitrofen-verseuchten Produkte aus Deutschland vorgefunden worden.(APA)

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