Häupl glaubt weiter ans Gratisrad

5. Juni 2002, 11:28
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Viennabike "kauft" Räder um zehn Euro pro Stück zurück

Wien - Publikumsbeschimpfung wird es auch weiterhin keine geben. Dies betonte Bürgermeister Michael Häupl am Dienstag bei seinem wöchentlichen Pressegespräch auf Journalistenfragen. Ein bisserl traurig, gab das Stadtoberhaupt aber zu, sei er aber schon - habe sich doch herausgestellt, dass die erste Idee des Viennabikes nicht am Wiener, sondern am Menschen allgemein ("Man hat die Räder ja auch anderswo gefunden", Häupl) gescheitert sei.

Die Idee, betonte Häupl, halte er weiterhin für gut - das Konzept solle der Stadt erhalten bleiben. Dafür dass die Initiatoren des Gratisrades nun - DER STANDARD berichtete - alle Räder einziehen, diese ab Juli nur noch an rückverfolgbare Nutzer ausgeben werden, habe er aber Verständnis: "Ich verstehe, dass man nicht etliche Räder um zwei Euro verschenken will. Darauf ist es hinausgelaufen."

Die Viennabike-Betreiber sind derzeit eifrig am Einsammlen der noch nicht "privatisierten" Räder. 500 der 1200 ausgegebenen Fahrräder fehlen noch. Deswegen löst Viennabike zurückgebrachte Räder ihren Rück- erstattern mittlerweile auch mit zehn Euro ab. (rott/DER STANDARD, Printausgabe, 05.06.2002)

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