Sohn des südkoreanischen Präsidenten wegen Korruption angeklagt

5. Juni 2002, 11:03
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Kim Hong Gul drohen fünf Jahre Haft

Seoul - Der jüngste Sohn des südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jung ist wegen Korruption angeklagt worden. Wie die Staatsanwaltschaft in Seoul am Mittwoch mitteilte, wird Kim Hong Gul beschuldigt, von einem Lotterieunternehmen und anderen Firmen Bestechungsgelder in Höhe von drei Milliarden Won (2,6 Millionen Euro) angenommen zu haben. Der seit vergangenem Monat inhaftierte Kim Hong Gul gibt zu, Gelder erhalten zu haben, weist den Vorwurf der Bestechlichkeit jedoch zurück. Auch der Chef des Lotterieunternehmens TPI sitzt bereits in Haft, ein Freund des Präsidentensohnes ist ebenfalls angeklagt.

Kim Hong Gul drohen bis zu fünf Jahre Haft. Ein zweiter Sohn des Präsidenten muss in einer anderen Affäre ebenfalls mit einer Anklage rechnen. Präsident Kim Dae Jung war 1998 mit dem Versprechen angetreten, die Korruption im Land zu bekämpfen. (APA)

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