Öffentliche Münz-CD-Kopierer auf dem Weg nach Europa

5. Juni 2002, 16:52
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Hersteller: "So einfach wie eine Fotokopie erstellen" - Drei Euro pro Medium - Erneute Diskussion um Urheberrechte und digitale Kopien erwartet

Das öffentliche CD-Kopieren mit einem Münzautomaten soll nun auch in Europa Einzug halten. Die Firma Copyvend brachte solche Automaten bereits Anfang April in Australien auf den Markt und feiert damit, nach eigenen Angaben, riesige Erfolge. Innerhalb von fünf Minuten kann für umgerechnet drei Euro eine 1:1 CD-Kopie erstellt werden.

Einfache Bedienung

Laut Unternehmensangaben gibt es bereits konkrete Verhandlungen über Standorte in Deutschland. Auch der Rest Europas soll mit den blauen Automaten beglückt werden. Die Hersteller bieten den so genannten "CD-Duplicator" für 3.700 Euro für den Handel an. Die Funktionsweise ist laut Hersteller einfach: Nach dem Einwurf des Geldes, der Betreiber kann den Preis individuell programmieren - als Richtpreis gibt Copyvend drei Euro an - werden zwei Schächte geöffnet. In den einen kommt die zu kopierende CD in den anderen Schacht der Rohling. Der Kopiervorgang läuft danach automatisch ab und soll zwischen drei und sechs Minuten dauern. Zu guter Letzt müssen nur noch CD und beschriebener Rohling entnommen werden. Sollte ein Kopiervorgang nicht erfolgreich gewesen sein, wird das Geld automatisch wieder retourniert, so die Hersteller.

Heiße Diskussionen

Sollten die CD-Kopierer tatsächlich eine rasche Verbreitung und entsprechenden Zulauf finden, so scheint eine neue Diskussion um Urheberrechte und digitale Kopien schon jetzt vorprogrammiert. Copyvend sieht als einzigen Schutz vor illegalen Kopien Schilder an den Automaten vor die den Nutzer darauf hinweisen, dass urheberrechtlich geschütztes Material nicht dupliziert werden darf.(red)

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