Neue israelische Partei soll Weg zum Frieden sichern

4. Juni 2002, 20:03
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Ex-Justizminister und Oslo-Verhandler Beilin gründet Bewegung "Shahar"

Tel Aviv - Der frühere israelische Justizminister Yossi Beilin will mit einer neuen Partei die Rückkehr zum Friedensprozess schaffen. Die neue Bewegung "Shahar" ("Aufbruch") solle die treibende Kraft auf dem Weg zum Frieden im Nahen Osten werden, kündigte der liberale Politiker in Tel Aviv an. Die israelische Bevölkerung sei bereit für die rasche Schaffung eines eigenen Staates Palästina.

"Die Menschen sind bereit für zwei Staaten mit zwei Völkern, und sie sind sogar für zwei Hauptstädte in Jerusalem bereit", sagte Beilin, der maßgeblich an der Aushandlung des Oslo-Vertags von 1993 beteiligt war, am Montag der Nachrichtenagentur AP. Trotz der jüngsten Welle der Gewalt sei der palästinensische Präsident Yasser Arafat der einzige in Frage kommende Verhandlungspartner für eine neue Friedensinitiative. "Die Alternative ist viel, viel schlimmer", sagte Beilin.

Die neue Bewegung soll nach Angaben von Beilin ein Zusammenschluss mehrerer bestehender Parteien werden, unter anderem der linksgerichteten Meretz-Partei. Die neue Partei sei notwendig, da die Arbeitspartei immer weiter zerfalle, sagte der frühere Minister. Beilin lehnte die Koalition seiner Arbeitspartei mit dem Likud-Block von Ministerpräsident Ariel Sharon von jeher ab. (APA/AP)

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