"Die Evolution der PartnerIn-Wahl"

4. Juni 2002, 16:57
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Auswahl der PartnerInnen erfolge durch Geruchsunterschiede

Münster - Bei der Wahl des/der richtigen Partners/Partnerin gingen Menschen unbewusst der Nase nach - daher sei es auch wichtig, sein Parfüm selbst auszuwählen. Diese Thesen erläuterte Prof. Manfred Milinski vom Max-Planck-Institut Plön am Dienstag in Münster: Instinktiv empfinde der Mensch denjenigen Körpergeruch als attraktiv, der sich stark vom eigenen unterscheide.

Immunsystem

Dieser Geruchsunterschied lasse auch auf eine sehr verschiedene Zusammensetzung der Immungene schließen. Bei der Fortpflanzung ergebe sich dann aus beiden ein möglichst breites Schutzfeld gegen die Massen von Krankheitserregern, die auf den Organismus einströmen können.

Parfum sollte selbst gewählt sein

Untersuchungen seines Instituts hätten zudem ergeben, dass zusätzliche künstliche Duftnoten wie Parfüm diese Wirkung nicht wesentlich störten - wenn sie selbst gewählt sind. Suche sich eine Frau - oder auch ein Mann - den neuen Duft selbst aus, so wähle jede/r unbewusst den, der die eigenen Duftnoten verstärkt, sagte Milinski am Rande seines Vortrags "Die Evolution der Partnerwahl" an der Westfälischen Wilhelms-Universität-Münster.

"Die Menschen erweitern immerhin seit mehr als 5000 Jahren ihren Duft mit Parfüm, sie stören ihn nicht", erläutert er. Was den eigenen Duft hingegen stören könnte und so potenzielle PartnerInnen buchstäblich an der Nase herumführe, sei das nicht selbst gewählte Parfümgeschenk. (APA/dpa)

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