HP kündigt nach Fusion mit Compaq drastischen Stellenabbau an

4. Juni 2002, 16:14
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Insgesamt sollen 15.000 Arbeitnehmer gekündigt werden - 10.000 bereits bis November

Nach der Anfang Mai vollzogenen Fusion mit Compaq will der US-Computer-Konzern Hewlett-Packard (HP) bis zum 1. November 10.000 Stellen abbauen. Wie Unternehmenschefin Carly Fiorina am Dienstag mitteilte, sollen weitere 5.000 Arbeitsplätze im Laufe des kommenden Jahres wegfallen. Dabei setze HP vor allem auf freiwillige Abgänge aus dem Unternehmen. Fiorina erwartet noch in diesem Jahr finanzielle Vorteile aus der Fusion im Volumen von 500 Mill. Dollar (537 Mill. Euro), bis 2003 sollen es 2,5 Mrd. Dollar sein.

Das "neue HP" beschäftigt 150.000 Menschen in 160 Ländern

Die Fusion von Hewlett-Packard mit Compaq war Anfang Mai nach monatelangem heftigen Streit bei HP rechtlich in Kraft getreten. HP kaufte Compaq für rund 20 Mrd. Dollar auf. Damit wurde der zweitgrößte Computerkonzern der Welt nach IBM geschaffen. Das "neue HP" hat einen Jahresumsatz von etwa 80 Mrd. Dollar und beschäftigt 150.000 Menschen in 160 Ländern.

Hewlett gegen Fusion

Walter Hewlett, Sohn des HP-Mitbegründers Bill Hewlett, hatte den Zusammenschluss heftig bekämpft. Er scheiterte jedoch sowohl vor Gericht als auch bei der Aktionärsabstimmung.(APA)

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