Aufwind in der Euro-Zone

4. Juni 2002, 15:50
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Stimmungsbarometer der Wirtschaft auf höchstem Stand seit US-Anschlägen

Brüssel - Das Wirtschaftsklima in den zwölf Ländern der Euro-Zone hat sich im Mai deutlicher als erwartet verbessert. Das von der Europäischen Kommission ermittelte Stimmungsbarometer stieg auf den höchsten Stand seit den Anschlägen vom 11. September vergangenen Jahres und gilt als Signal für die wirtschaftliche Erholung in der Euro-Zone.

"Die günstige Entwicklung des Indikators ist auf die positive Einschätzung der Wirtschaftssituation über die kommenden zwölf Monate zurückzuführen", teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Gestützt von dem unerwartet gestiegenen Verbrauchervertrauen erreichte der Index den Angaben zufolge im Mai einen Stand von 99,8 nach 99,4 im Vormonat. Volkswirte hatten mit 99,7 Zählern gerechnet.

Von minus elf auf minus neuen

Die Stimmung der Unternehmen in der Euro-Zone verbesserte sich auf minus neun von minus elf Zählern im April, das Verbrauchervertrauen stieg auf minus acht von minus zehn Zählern. Die Prognosen lagen jeweils bei minus 9,1 beziehungsweise minus 10,1 Zählern.

Ein separat für die Länder der Euro-Zone erhobener Geschäftsklima-Index stieg im Mai auf minus 0,24 (0,64) Zähler, den höchsten Stand seit Juni 2001. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Schnitt mit minus 0,5 Zählern im Mai gerechnet. Als Auslöser des Anstiegs bezeichnete die Kommission die besseren Auftragseingänge auch im Exportgeschäft. Die Märkte hatten sich bereits auf den positiven Trend eingestellt, nachdem nationale Indikatoren zu Wirtschaftsstimmung und Zukunftserwartungen im Mai besser als erwartet ausgefallen waren. Den separat für die Eurozone erhobenen Arbeitsmarkt-Daten zufolge stieg die Arbeitslosenquote auf 8,3 Prozent im April von revidiert 8,2 Prozent im März. (APA/Reuters)

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