Mehrheit der Briten enttäuscht über Regierung Blair

4. Juni 2002, 13:40
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Massive Kritik an Verkehrs- und Gesundheitspolitik

London - Das Vertrauen der Briten in Premierminister Tonny Blair und die regierende Labour Party ist im Laufe des vergangenen Jahres stark zurückgegangen. Die britischen Wähler seien besonders enttäuscht über die Verkehrs- und Gesundheitspolitik, berichtete die BBC am Dienstag unter Berufung auf eine Umfrage des Forschungsinstituts ICM. Der Studie zufolge vertrauen 54 Prozent der Befragten der Regierung weniger als noch vor einem Jahr, als Blair und seine Partei die zweite Wahl in Folge gewonnen hatten.

81 Prozent der 1000 Befragten gaben an, die Regierungspartei habe ihr Versprechen nicht gehalten, die chronisch überfüllten Verkehrsmittel zu entlasten und das marode Schienensystem zu sanieren. 65 Prozent der Befragten sagten, die Regierung habe es versäumt, ein modernes und leistungsfähiges Nationales Gesundheitssystem auf die Beine zu stellen. Lange Wartezeiten und Ärztemangel sind hier die größten Kritikpunkte.

Zudem kritisierten mit 51 Prozent über die Hälfte der Befragten, dass die Labour Party ihren Erwartungen zur Reform des Bildungssystems nicht entsprochen habe. Blair und seine Partei hatten 1997 die Regierungsverantwortung von den Konservativen übernommen und wurden im vergangenen Jahr von den Briten wiedergewählt. Labour hatte unter anderem die Verbesserung der öffentlichen Dienstleistungen angekündigt. (APA/Reuters)

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