"Windel, Fax und Kinocenter"

6. Juni 2002, 13:29
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Heute: Diskussion in der Zukunftswerkstätte

Die Zukunftswerkstätte, die SPÖ-Frauen und der SPÖ-Parlamentsklub laden ein zu Vortrag und Diskussion: "Windel, Fax und Kinocenter. Wie ist das alles bloß vereinbar?"

Teilnehmende

  • Sabine Fleischmann: Leiterin der Microsoft Services & Support Group; derzeit in Teilkarenz, 1 Kind

  • Mag. Lydia Ninz: Wirtschaftsredakteurin, Der Standard; praktiziert diverse Formen der Teilzeit, 2 Kinder

  • Abg. z. NR. Mag. Barbara Prammer: stv. Klubvorsitzende und Bundesfrauenvorsitzende der SPÖ; 2 Kinder

  • Gerhard Schmid: Kommandant der Radarwerkstättenabteilung der Heereszeuganstalt der Fliegerabwehr; derzeit in Karenz, 2 Kinder

  • Moderation: Bettina Stadlbauer: Bundesfrauensekretärin der SPÖ; 1 Kind

    "Wie ist das alles bloß zu vereinbaren?"

    "Viele Frauen von heute sind hervorragend ausgebildet und wollen in einer verantwortungsvollen Position am Erwerbsleben teilnehmen. Doch sobald der Wunsch nach einer eigenen Familie ins Spiel kommt, sehen sich nach wie vor insbesondere Frauen mit großen Problemen konfrontiert und empfinden ihre Situation oft als belastende Zerreißprobe: Zum einen gilt es, den Anforderungen im Berufsleben gerecht zu werden, auf der anderen Seite dürfen die Kinder nicht zu kurz kommen und schließlich sollte auch noch etwas Zeit für die eigenen Bedürfnisse nach Freizeit und Erholung übrig bleiben.

    Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf scheint also noch immer ein Balanceakt ohne Netz und doppelten Boden zu sein, der überwiegend von Frauen und nicht von Männern gemeistert werden muss. Denn die Statistik zeigt, dass es zwar einige wenige Männer gibt, die bereit sind, im Rahmen einer partnerschaftlichen Arbeitsteilung auch Erziehungs- und Haushaltspflichten zu übernehmen, die große Mehrheit will aber scheinbar doch lieber dem traditionellen Bild vom Mann als Ernährer einer Familie entsprechen.

    Ergänzt wird die beschriebene Situation durch zusätzliche erschwerende Fakten: Zum einen gibt es nach wie vor große Einkommensunterschiede zwischen Mann und Frau. Hinzu kommen die unzureichenden Möglichkeiten einer flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit sowie die eindeutig zu geringen und nicht adäquaten Kinderbetreuungseinrichtungen. Und schließlich fehlt es noch immer an einem breiten gesellschaftlichen Bewusstsein dafür, dass Väter für ihre Kinder genauso verantwortlich sind.

    Kurzum: Die Gründe für die ungerechte Verteilung der Last und die Schwierigkeiten, Beruf und Familie zu vereinbaren, sind so immanent wie vielfältig. Im Sinne einer modernen Solidargesellschaft müssen die Probleme aber jedenfalls im Hinblick auf beide Geschlechter gelöst werden." (Ankündigung/red)

  • 06.06.2002/19:00
    Zukunfts- und Kulturwerkstätte
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    Zukunftswerkstätte
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