OMV-Tochter verkauft 20 Prozent an australischem Gasfeld

4. Juni 2002, 09:28
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Wien - Der Energiekonzern OMV Australia, eine Tochter der OMV AG, hat ein Fünftel des australischen Gasfelds Patricia Baleen an den Konkurrenten Santos verkauft. Mit Santos, dem größten Energiekonzern Australiens, soll nun die Entwicklung des Gasfelds weiter vorangetrieben werden, teilte die OMV am Montagabend mit. Der endgültige Produktionsbeginn in Patricia Baleen wird sich unterdessen etwas verschieben. War zu Beginn der Entwicklung im August 2001 noch von einem Start im September 2002 die Rede gewesen, spricht die OMV nun vom letzten Quartal 2002.

Käufer für das dort geförderte Gas hat das australische Konsortium um den Betriebsführer OMV aber bereits gefunden. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, wurde mit dem staatlichen Energieversorger aus Queensland, Energex Retail Pty Ltd, schon im vergangenen Jahr ein Gasliefervertrag für rund 1,6 Mrd. Kubikmeter abgeschlossen. Eine Kaufoption für weitere Mengen ist vertraglich vorgesehen.

100 Millionen australische Dollar investiert

Dem Konsortium gehört neben der OMV (nunmehr 40 Prozent) und Santos auch noch die Trinity Gas Resources Pty Ltd mit ebenfalls 40 Prozent an. Der Kaufpreis für den 20 Prozent-Anteil am Gasfeld, der nun Santos gehört, wurde nicht bekannt gegeben. Insgesamt werden nach früheren Angaben der OMV rund 100 Mill. australische Dollar (60,6 Mill. Euro) in das Gasfeld investiert. Die Gesamtproduktionsmenge wird auf 1,6 Mrd. Kubikmeter geschätzt.

Mit der zu erwartenden maximalen Produktionsmenge von rund 400 Mill. Kubikmetern pro Jahr können 8 Prozent des Bedarfs des Bundesstaates Victoria abgedeckt werden. Dies bedeute eine deutliche Steigerung der OMV Aktivitäten am australischen Gasmarkt. Das Gasfeld Patricia Baleen war Teil der OMV Akquisition der Explorations- und Produktionsfirma Cultus Petroleum NL im Jahr 1999. Das Feld liegt 24 Kilometer vor der südöstlichen australischen Küste im so genannten "Gippsland Basin".

Die OMV ist seit 1998 in Australien aktiv. OMV Australia fördert bereits in zwei Feldern eine tägliche Menge von durchschnittlich 4.000 Barrel Öläquivalent. (APA)

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