Babylonische Budgetbegriffe

3. Juni 2002, 19:08
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    l Das Nulldefzit

    ist eine Kreation der Regierung und besagt nach der Definition von Finanzminister Karl-Heinz Grasser, dass der Gesamtstaatshaushalt (also Bund, Länder, Gemeinden) in einem Jahr inklusive Zinszahlungen nicht mehr ausgeben darf, als er einnimmt.

  • Das ausgeglichene Budget

    ist Teil des von Brüssel angestrebten Stabilitätspaktes aller Euro-Mitgliedsländer. Es bedeutet, dass sich innerhalb eines Konjunkturzyklus Überschüsse und Defizite die Waage halten sollen. In Krisen ist es zulässig, mit neuen Schulden die Wirtschaft anzukurbeln, in Zeiten der Hochkonjunktur sollten es dagegen Überschüsse geben.

  • Das nachhaltig sanierte Budget

    verursacht keine neuen Schulden - nicht, weil die Steuern wie in Österreich auf Rekordniveau liegen, sondern weil die Höhe der Ausgaben (Beamte, Pensionen, etc.) durch echte Sanierungsmaßnahmen auf ein Niveau reduziert wurde, das einer vernünftigen Steuerbelastung entspricht. (mimo/DER STANDARD, Printausgabe, 4.6.2002)

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