Zukunft der ISS in der Schwebe

3. Juni 2002, 16:43
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Weitere Finanzierung des 16-Nationen-Projektes unklar - Sparmaßnahmen der NASA gefährden Ausbau

Paris - Die Zukunft der Internationalen Raumstation ISS ist weiter ungewiss: Die Chefs der Raumfahrtorganisationen aus den USA, Europa, Kanada und Russland konnten sich am Montag in Paris nicht über die Finanzierung des 16-Nationen-Projektes einigen. Die Sparpläne der USA könnten den geplanten Ausbau der Raumstation gefährden, hatten die Europäische Raumfahrtorganisation ESA und andere Partner bemängelt. Der neue Chef der US-Raumfahrtorganisation NASA, Sean O'Keefe, will nach Berichten aus den USA jedoch die ausufernden Kosten eindämmen.

Allein der US-Anteil an der Raumstation hat sich nach Schätzungen auf 30 Milliarden Dollar fast verdoppelt. Deshalb wollen die USA zunächst auf den Bau einer großen Rettungskapsel verzichten, die bis zu sieben Astronauten Plätze böte. Aus Sicherheitsgründen könnte die ISS damit vorerst weiter nur von drei Astronauten bewohnt werden. Auch der für 2004 geplante Anbau des europäischen Columbus-Moduls ist noch nicht fix. Zum Sparprogramm signalisierten die USA jedoch, dass noch nichts beschlossen sei. Auch die ESA war um eine Annäherung der Positionen bemüht. Mit verbindlichen Beschlüssen wurde in Paris vorerst nicht gerechnet. (APA/dpa)

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