Gelbe Karte für UmweltsünderInnen

3. Juni 2002, 16:30
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Braunschweig nimmt Anleihe bei Fußballregeln - "Stadtstreife" verwarnt, Geldstrafe folgt bei Missachtung

Braunschweig - Im Kampf gegen Umweltsünder hat die Stadt Braunschweig eine Anleihe bei den Fußballregeln genommen: Wer beim Wegwerfen von Zigarettenstummeln, Cola-Dosen oder Obstresten erwischt wird, bekommt von der so genannten Stadtstreife eine Gelbe Karte unter die Nase gehalten. Auf deren Vorderseite steht: "Gelbe Karte für die Verschmutzung unserer Stadt Braunschweig".

Zwischen 10 und 80 Euro Strafe

Noch sei dies nur eine Verwarnung, doch schon in wenigen Wochen werden die Müllsünder sofort zur Kasse gebeten, wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte. Auf der Rückseite der Karten sind die Strafgelder aufgeführt: 10 Euro für das Wegwerfen von Papier, 35 Euro und mehr für scharfkantige, schneidende Gegenstände, 150 Euro und mehr für vorsätzliche Taubenfütterung. Wer seine Notdurft in der Öffentlichkeit verrichtet, muss 80 Euro zahlen.

Die Stadtstreife besteht aus den rund 20 Politessen und fünf Mitarbeitern der Bauverwaltung. Die Maßnahme ist Teil einer umfangreichen Aktion "Unser sauberes Braunschweig". (APA/AP)

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