Seehund-Sterben in Dänemark

3. Juni 2002, 18:21
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250 Kadaver an Küste von Seeland gefunden - Virus als Auslöser

Kopenhagen - Das Seehundsterben in den dänischen Gewässern breitet sich nach Süden aus. Wie das Naturschutzamt in Kopenhagen mitteilte, wurden am Montag erstmals auch 20 Kadaver an der Nordküste der Hauptinsel Seeland gefunden. Die Tiere gehörten zu einer Kolonie von 700 bis 800 Seehunde vor der Insel Hessel im Kattegat zwischen Dänemark und Schweden. Am Wochenende hatten auch die schwedischen Behörden den ersten Fund eines an dem Virus verendeten Seehundes gemeldet.

Virus-Epedemie

Seit Beginn des erneuten Ausbruchs waren etwa 250 tote Tiere rund um zwei Inseln nördlich von Seeland gefunden worden. Nach Laboruntersuchungen gilt als weitgehend sicher, dass das Massensterben durch dasselbe Virus ausgelöst wurde, dem auch 1988 etwa die Hälfte der 10.000 damals in der Nordsee und anliegenden Gewässern lebenden Seehunden zum Opfer fielen. Die Bestände hatten sich damals überraschend schnell wieder von den Folgen der Epidemie erholt. (APA/dpa)

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